Montag, 20. September 2021

ZUKÜNFTIGES


Am Sonntag höre ich meist die Sendung
"Frühstück bei mir" im Radio (Ö3).
Ich benütze die zwei Stunden am Vormittag um zu putzen oder zu bügeln.
Oft auch mit Kopfhörern, wenn ich durchs Haus unterwegs bin.
Diesmal lauschte ich einem Interview mit 
Angeregt davon habe ich überlegt, wie ich mir eine Zukunft vorstelle.
Gerade schaue ich hoffnungsfroh ins Kommende.
Roboter - ja, warum nicht.
Implantierte Chips - jenseits der Horrorvorstellung, wo Mächtige uns steuern können,
aus medizinischen Gründen, kann ich dem etwas abgewinnen.
Wenn mir jemand einen Chip einpflanzen würde
und ich wäre auf ewig die Gelenkschmerzen los,
ich glaube, ich würde darüber nachdenken.
Vorbedingung für eine lebenswerte Zukunft
ist die Abkehr von der Gier, dem immer schnelleren Wachstum,
der gnadenlosen Ausbeutung von Erde, Mensch und Tier.
Neue Technologien, die einen Wandel interessant und angenehm vorantreiben,
finde ich wichtig.
Und in meiner Zukunft muss es Schwammerln geben.
Die sonntägliche Ausbeute ist bescheiden, aber gut schmeckend.
Eierschwammerln habe ich heuer kontinuierlich gefunden.
Steinpilze, Parasole, nein.


Sonntag, 19. September 2021

SHABBY CHIC


Jetzt kann ich endlich wieder bequem am Schreibtisch sitzen.
Mein unperfekter Shabby Chic Stuhl ist repariert.
Die Sitzfläche  hatte ursprünglich auch so ein Leinenstoff-Medaillon.
Hat der Zeit nicht standgehalten.
Ich wollte eine sehr unaufwändige Wiederherstellung.
Hatte ein Stück Leder im Haus
und ein Freund hat das sehr gut hingekriegt.
Eigentlich wollte ich, dass es noch mehr geflickt aussieht,
der weiße Anstrich ist auch schäbig,
aber den Sitzbezug zu stückeln, war nicht möglich.
Mein Faible für Verlebtes nimmt bedenklich zu.
Damit liege ich voll im Trend.
Recyceln statt Neukauf.
Natürlich passt die Farbe auch nicht ins Zimmer.
Alles andere ist hier rot und Holz (braun).
PS: Um den Stuhl richtig zu machen, müsste man die Lackierung abschleifen,
beide Flächen einheitlich beziehen und das Holz (wahrscheinlich Buche)
ölen oder lasieren.



 

Samstag, 18. September 2021

RUSSISCHE EIER

 Angeregt durch Herrn
habe ich über die "Brötchenkultur" in Wien nachgedacht.
Immer noch gibt es den 
Für mich ein MUSS wenn ich in der Stadt bin.
In den 60/70er Jahren gab es die Quisisana auf der Mariahilferstraße.


Im ersten Stock speiste man Schinkenrollen, Russische Eier, Mayonnaiseeier, Mayonnaisesalate, Brötchen. 
Alles sehr fett und üppig. 
Kalorienzählen oder Cholesterin waren noch nicht erfunden.
Ein böhmisches Erbe sind diese Genüsse.
Ich war in den 70er Jahren in Prag und am Wenzelsplatz reihte sich ein Buffet an das nächste.
Dort war nichts von Knappheiten zu sehen.
In Erinnerung sind mir die Tage als einzige fette Fressorgie geblieben
und dass wir die 1.Mai Parade am Wenzelsplatz vom Zimmerfenster aus im Bademantel betrachteten.
Brötchen gibt es in Tschechien heute noch.
Sind aber selten geworden und den amerikanischen Fastfoodketten gewichen.
Nimmer modern.
Aber ich kann daran keinesfalls vorbeigehen.
PS: meine Russischen Eier sind ohne Kaviar, aber mit Kapern oder Sardellenringerln.


Freitag, 17. September 2021

SCHLANGEN


 Den Holzstoß im Revier der Bundesforste im Salzkammergut entdeckt.
Möglicherweise sollte ich beim Holzeinführen auch singen.
Aber bei mir wohnen bestenfalls Blindschleichen.
An den allerschönsten Plätzen stehen idyllisch Forsthäuser der Bundesforste.
Beschlossen, dass ich im nächsten Leben Förster/in bei der Institution werde.
Nur das mit dem Töten der Tiere  muss ich mir noch überlegen.
Vielleicht kann ich schießen lassen.




Donnerstag, 16. September 2021

NOCHMALS SALZKAMMERGUT

Offensee

Weil es so schön war, bin ich nochmals ins Salzkammergut gefahren.
Flow habe ich beim ersten Mal erlebt.
Diesmal war es eher mit kleinen Hindernissen,
aber trotzdem schön.
Das andere Hotel mit Blick auf den Traunstein war anders katastrophal.
Irgendwie mit dunkler Energie.
Ich konnte nicht schlafen. Lauter Plastik im Bett.
Geht für mich nicht. Ich fühle mich schweißüberströmt zwischen Plastiksackerln
eingeklemmt.
Hab dann letztlich versucht am Boden liegend auf Liegestuhlauflagen ein wenig Schlaf zu kriegen.
War alles sehr seltsam.
In der langen Nacht dachte ich:
Wer weiß, was in dem Bett alles passiert ist? Vielleicht ist da kürzlich jemand gestorben.
Musste aus dem Hotel leider wieder ausziehen.
Da ist mir die Chaotenpartie von letzter Woche bedeutend lieber.
Unordnung, aber das locker.
Ich bin ein wenig hypersensibel.
Manchmal ist das mühsam.
Um die Langbathseen gewandert.
Wunderbar.
Geschwommen und in der Sonne gelegen.
Nochmals Offensee.
Das Selbstbedienungslokal hatte ausgerechnet an dem Tag außertourlich geschlossen.
Da nützt auch die Internetrecherche nix,
wenn dann ein Zettel an der Tür klebt.
Geschenkte Tage voll Licht und Schönheit.
Mit ein paar dunklen Flecken.


     
Zimmer mit Aussicht
Langbathseen

Mittwoch, 15. September 2021

IN HARMONIE


 In Harmonie mit der Natur.
Ab und an mache ich mir über das Töten Gedanken.
Ab und an sauge ich alle Spinnen/weben weg.
Wenn sie gar zu auffallend werden.
Oder ich töte Mäuse.
Z.B. in der Garage.
Macht es einen Unterschied, ob es viele sind oder nur einige wenige?
Zufälligerweise ist eine Tomatenpflanze gewachsen und fruchtet.
Sie steht auf einem Platz, wo die Haselmaus (Bilch) wohnt.
Jetzt teile ich mit ihr. Damit sie mir nicht die guten Früchte frisst,
lege ich ihr immer des Abends einen vergammelten Paradeiser hin.
Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Ich denke, sie auch.
Gedanken mache ich mir, weil ich auf einen Menschen getroffen bin,
der Mausefallen im Freien aufstellt und damit auch schon Vögel erlegt hat
und Schnecken sammelt und entzweischneidet (ich bin in der glücklichen Lage schneckenlos zu sein).
Irgendwie könnte ich das nicht.
Ich überlasse sehr schnell kampflos das Terrain den anderen Lebewesen.
Weil ich mich auf die Auseinandersetzung nicht einlassen mag.
Weil das mein Wohlbefinden stört.
Siehe Marder und Wühlmäuse.
Bin ich jetzt eine bessere Menschin?


Dienstag, 14. September 2021

FLOW


Rosen auf dem Friedhof in Traunkirchen.
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Manchmal ist man in einem Flow.
In der eigenen Energie.
Wo Schritt für Schritt wunderbare Möglichkeiten eröffnet werden.
Wo alles ganz einfach wird.
Wo der Himmel der Gegenwart und der Zukunft voller Geigen hängt.
Wo man denkt, das Leben wäre simpel und leicht.
Tja. Schön.
Und dann ist der Flow wieder vorbei.
Wie eine gerissene Fahrradkette.



Flow (Psychologie) – Wikipedia



 

Montag, 13. September 2021

ERINNERUNGEN

 



Bei meiner Freundin habe ich bemerkt,
wie schnell ich vergesse.
Sie hat mir Sachen von vor 40 Jahren erzählt.
Womit sie mich verblüfft hat, weil ihre Schilderungen  sehr detailgenau waren.
Bei mir fällt alles durch den Schüttelrost des Gestern.
Weil es mich nicht interessiert.
Manchmal möchte ich alle Erinnerungen vergessen können.
Wobei ich mich dann schnell einbremse,
denn wenn Wünsche Wirklichkeit werden,
sitze ich demnächst dement am Bankerl vorm Haus.
Ich merke mir keine Menschen, keine Gesichter, keine Begebenheiten...
Das was hinter mir liegt,
wird so schnell Vergangenheit.
Hatte ich schon immer.
Aber jetzt wo viel mehr im Gestern liegt,
als noch zukünftig sein kann,
wird es deutlicher.
Zukünftiges finde ich spannend.
Gegenwärtiges auch.
Gestriges weniger.
Ich möchte  gealterte Erkenntnisse nicht als heutige
Wahrheiten anerkennen.
Meist interessieren einen ja früher gelesene Bücher auch nimmer.
Vorbei. Tempi passati.
Zeit ist gegangen.
Und das ist gut.
Erinnerungen, wie schief hängende Fensterflügel.





Sonntag, 12. September 2021

OFFENSEE







 Einen Tag länger hätte ich noch Zeit gehabt,
aber der Gasthof am Traunsee ist grenzwertig.
Am Fuße des Traunsteins gelegen.
Dieses markanten schroffen Berges, der in jedem Jahr seine Menschenopfer fordert.
Ich mag Chaos, doch in diesem Haus ist zu viel davon.
Superlage, Zimmer mit schönster Aussicht,
Essen völlig ungenießbar, schmuddelig und das ganze Haus riecht nach grauslichem Küchenfett.
Musste mein Bett mit Parfum einsprühen um schlafen zu können.
Die Wirtin studiert Philosophie.
Weil alles unperfekt ist, bekommt man leicht kurzfristig ein Zimmer und
es ist gar nicht touristisch.
Aber so arg wie diesmal war es noch nie.
Zweimal ein gesprungenes Glas, einmal mit Mücke im Getränk.
Ich erspare euch die sonstigen Missstände.
Auf der anderen Seite - der Platz hat so viel Charme.
Ich war dann noch am Offensee.
Um den halben See gegangen.
Eine Perle in den Bergen.
Glasklares Wasser in Grün/Blauschattierungen.
 3 Tage lang geseufzt:
Ach, ist es da schön!
Bei der Hütte am Ende des Sees einen Kaffee getrunken.
"Ich geb dir ein Glas Wasser dazu", meinte der Wirt.
Und das war das köstlichste Wasser ever.
Mit dem Geschmack der Berge.
Direkt durchs Kalkgestein geflossen und frisch auf den Tisch.
Hat sich in mein Gedächtnis eingegraben.
Ich werde jetzt Gourmet-Wassertester.


Samstag, 11. September 2021

ALTAUSSEE





 Um den See gegangen.
Meine Käsesemmel mit zwei frechen Enten geteilt.
Eine hat  an meinen Zehen geknabbert.
Geschwommen.
Diese Gebirgsseen sind eindrücklich.
Alles ist kräftig.
Nix ist lau.
Die Natursprache ist hier klar, ausdrücklich und beeindruckend.
Bei der Freundin gesessen.
Badaussee ist der Mittelpunkt Österreichs.
Eigentlich wollte ich schon im vergangenen Jahr ins Salzkammergut fahren.
Aber in Altaussee zu sein und nicht um den See gehen zu können,
das geht ja gar nicht.
Heuer habe ich es geschafft.
Sogar ziemlich locker.
Im Salzkammergut grüßt man.
Jetzt schon weniger, als noch vor einigen Jahren.
Trotzdem - wenn man den See umrundet sagt man ca. 333 Mal
Griaß di, Hallo, Grüß Gott ....
Die Menschen sind nur mehr vereinzelt in Tracht gewandet.
Früher kamen 
 die Sommerfrischenwiener im Dirndl und Lederhosen mit Wadelstutzen verkleidet daher.
Bekleidungsanbiederei.

Alles ist mehr als schön.



Freitag, 10. September 2021

TRAUNSEE



Drei Tage war ich im Salzkammergut.
Es war so unglaublich schön.
War lange nicht dort und bin dann immer völlig geflasht über diese prächtige Natur.
Es ist, als ob man in Bildern unterwegs wäre.
Wanderer in Gemälden oder Fototapeten.
Eine Menge Fotos habe ich gemacht.
Das wird für einige Tage reichen.
Traunsee, Altaussee, Offensee.
Spontan habe ich bei einer Freundin vorbeigeschaut.
Sie wohnt am schönsten Platz der Welt.
Wenn ich dann ins Waldviertel zurückkomme,
ist hier alles  bescheiden hübsch.
Dafür auch menschenentleert.
Weiß nicht, ob ich an solch einem Touristenhotspot leben möchte.
Glücklicherweise fehlen noch die Asiatenbusse.
Die manche Orte an die Grenzen der Belastbarkeit bringen.
Für mich waren es Tage des fast ungetrübten Glücks.

Hotelstrand

Regenbogen in der Wasserfontaine
Regenbogen in der Wasserfontäne
Südliches Flair
Der schönste Friedhof
Ob man da besser ruht?
 
Zimmer mit Aussicht

Donnerstag, 9. September 2021

DAS NEUE NORMAL



Die Frage stellt sich mir immer wieder:
möchten die mehreren Menschen nicht wahrnehmen,
was sich hinter dem Vordergründigen verbirgt?
Eingebettet, eingelullt in den Mainstream?
Von höheren Stellen wird vorgegaukelt, sich um Menschen zu sorgen?
Wenn nur ein Teil der verschiedenen Prognosen eintrifft,
dann wird Nimmerreisenkönnen das kleinere Problem sein.
Ich wünsche mir, dass ich total falsch liege.



 

Mittwoch, 8. September 2021

HINDERNISSE



 Manchmal stellt sich ein Hindernis in den Weg,
das auch nach längerem Warten nicht weicht
und einen zwingt den langen Umweg zu nehmen.


Dienstag, 7. September 2021

LEBENSGEFÜHL


Jetzt gibt es auch wieder Teichfotos.
Mit dem Roller macht es einfach mehr Spaß.
Wasser?
Ich weiß nicht.
Doch schon kalt.
Ich bin immer relativ zeitig unterwegs,
bevor die mehreren Leute kommen.
Und da ist die Sonne noch altersschwach.
Macht nicht richtig Lust auf Entkleidung.
Ich bin so froh.
Mein Lebensgefühl ist zurück.
Dieses Gefühl, dass ich lebendig bin,
dass Freude möglich ist,
dass auch Spaß und Vergnügen zu haben sind.
Ich habe gar nicht gemerkt,
wie sehr mir das gefehlt hat.



 

Montag, 6. September 2021

VON DER ANGST


 
Jetzt ist die Lebensfreude zurück.
Und das Rollern macht wieder Spaß.
Seit über einem Jahr war Angst vorherrschend.
Da ich in einem Alter bin, wo man nix mehr machen muss,
was man nicht will,
ist der Roller in der Garage gestanden, vergessen und verlassen.
Zwischenzeitlich habe ich sogar an einen Verkauf gedacht.
Aber ich wollte der Situation Zeit und Raum geben.
Und plötzlich mit der beginnenden Wunderheilung der Gelenke
ist Lebenslust zurückgekommen.
Das Rollern bringt mir ein Gefühl der Freiheit.
Jetzt kann ich mich  langsam an die neue Situation herantasten.
Denn mein Können ist eher unterdurchschnittlich.
Kurven sind nicht meines.
Die  Bewältigung der Angst macht mich glücklich.
So habe ich mir den Ausgang der Geschichte zwar vorgestellt,
habe es aber nicht ganz geglaubt.




Sonntag, 5. September 2021

LEBENSFREUDE

 


Das Beste:
die Lebensfreude kehrt zurück.
Der Roller und ich, wir werden wieder Freunde.
Vorm Haus, bei den Bienen und Schmetterlingen, darf er auf mich warten.
Langsam gewöhnen wir uns aneinander.
Und es ist gut.
Es sind diese bezaubernden Herbsttage.
Wo alles stiller wird und satter auch.
Wo der Abschied spürbar ist, gleichzeitig liegt Verheißung in der Luft.
Ein Versprechen auf Wiederkehr und Auferstehung.
Noch heißt es aber ernten.
Das Zweitbeste: ich kann die dicken, schweren Lederhosen wieder tragen.
Geht nur beim Fahren, mit denen kann man nicht gehen.
Das Drittbeste: es riecht. Jetzt die Herbstmahd. Besonders süß.
Alles ist gut.


Samstag, 4. September 2021

KÖRPERGEDANKEN


 Seit meiner wegoperierten Krebserkrankung beschäftige ich mich dauernd mit meinem Körper.
Alle möglichen Zustände und Schmerzen haben mich in den vergangenen 5 Jahren geplagt.
Meist sind sie mit Naturheilkunde und
dem Wundermasseur wieder verschwunden.
Ich kann ja Wunderheilung, wenn ich den Zugriff auf die Dysbalance bekomme.
Wenn ich die fehlenden Informationen auftreiben kann.
In den vergangenen Jahren habe ich unfreiwillig wirklich wirklich viel gelernt.
Über mich, über den Körper,
über Zusammenhänge, über andere Bewusstseinszustände,
über andere Bewusstseinsebenen,
über Unsichtbares.
Meine Gelenkschmerzen, an deren Anfang der Rollerumfaller mit Knochenbruch stand,
sind hartnäckig.
Aber ich denke, ich habe jetzt einen Zugang zu ihnen bekommen.
Ich brauche einen Schlüsselsatz, der mir die Verbindung aufzeigt.
"Deine Muskeln lieben dich", funktioniert schon recht gut.
In letzter Zeit habe ich etliche unglaubliche Geschichten erlebt,
die mich meiner Wahrheit und meiner Zuversicht näher gebracht haben.
Weil mir mein Körper  wertvoll geworden ist,
weil ich viel Zeit und Energie investiere,
weil ich mich für ihn verantwortlich fühle (wer sonst?),
kann ich mich nicht impfen lassen.
Weil ich nichts machen kann, an das ich nicht glaube.
Weil ich das Gefühl habe,
dass es so mit der Schulmedizin nicht weitergehen kann.
Weil fast alle Menschen, die ich treffe und die heilen können,
Therapeuten sind und keine Schulmediziner (mit Ausnahmen).
Weil mein Immunsystem ziemlich auf Zack ist.
Weil sich auch die Medizin wandeln muss.
In einer veränderten Welt.
An die ich glaube.





Freitag, 3. September 2021

WER FÜRCHTET SICH VORM SCHWARZEN MANN?


Milchziegen.

Meist trage ich selbstgestrickte Socken in allen Farben.
Neulich beim Fertigmachen zum Fortgehen hatte ich zu grünen Hosen
türkis gestreifte Socken an.
Geht ja farblich gar nicht.
Aber mir fällt dann das alte Kinderfangspiel ein:
"Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?"
Beim Googeln bin ich natürlich wieder auf das Böswort schwarzer Mann gestoßen.
Das Spiel hat aber wohl seine Ursprünge im Mittelalter und der Fänger war der Tod oder eine sonstige Schreckensgestalt.
Hat mit Rassismus nix zu tun.
Wir sind in einer Welle der Übertreibung in alle möglichen Richtungen.
Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt,
durften wir frei passieren und konnten nicht gefangen werden,
 wenn wir eine bestimmte Farbe trugen.
Als Kind achtete ich darauf,
möglichst bunt gekleidet zu sein,
wenn ich das Haus verließ.
Daran muss ich denken,
wenn meine Gwandauswahl den Regenbogen nachahmt.
Da kann mir ja nix passieren.
Niemand kann mich fangen.

Wer Lust auf Schönheit hat:
Die Modeschauen in Venedig sind prächtig.
Bilder aus einer anderen Welt.






 

Donnerstag, 2. September 2021

IN ZEITEN WIE DIESEN



 "In Zeiten wie diesen"
das ist ein geflügeltes Wort, das auf die besonderen Umstände der Gegenwart hinweisen soll.
Ich  finde in meinen Notizen den Satz bereits vor 40 Jahren,
vor 20 Jahren. 
Vor 10 Jahren war es auch nicht anders.
Im Rückblick waren diese Phasen nicht so außergewöhnlich und der Zustand der Welt vielleicht ein wenig im Wanken, aber verglichen mit heute, noch weitgehend in Ordnung.
Der Rückschluss:
Subjektiv gefühlt sind immer "Zeiten wie diese".
Mögen die heutigen "Zeiten wie diese" im Rückblick auch gemildert unspektakulär erscheinen.




Mittwoch, 1. September 2021

KÖRPERLICHES UND EIN WENIG JAMMERN


"Deine Muskeln lieben dich"
meinte der Sporttherapeut zu mir
und mit dem Ausspruch hat er mich tief berührt.
Er meinte, es sollte neben Fußpflege, Gesichtspflege, etc.
auch eine Muskelpflege geben.
Etliche simple Übungen hat er mir mitgegeben -
zum besseren Merken mit meinem Handy fotografiert.
Jetzt muss ich sie nur noch regelmäßig machen.
Jedenfalls war der Therapeut ein Glücksgriff.
Ganz zum Unterschied zu meinen sonstigen Unglücksbegegnungen mit Orthopäden (Ärzten).
-----
Grau ist nicht nur das Wetter, sondern auch meine Stimmung.
Versicherung nervt.
Der langjährige Betreuer ist in Pension.
Jetzt gibt es Probleme.
Meine Toleranz ist gerade sehr niederschwellig.
Ich kann auch nach 40 Jahren den Vertrag kündigen.
Das Haus ist kalt.
Heizung ausgefallen.
Auch hier spießt es sich.
Mein Smartphone lässt mich nimmer telefonieren.
Nur die Vernunft hält mich vom Daraufherumtrampeln ab. 
Ich schlafe schlecht.
Des Morgens wache ich gerädert und missmutig auf.
Wem kann ich die Schuld zuschieben?
Sonnenstürmen?