Freitag, 11. Februar 2022

WIEDERGEBURT




 Im Schnee und kalten Wind am zugefrorenen Teich gesessen.
In meinem Gefühl gibt es keine Viren,
die mich bedrohen.
Kann das nicht spüren.
In letzter Zeit genug Menschen umarmt.
Wir werden daran alle nicht sterben.
Wir werden auch nicht ewig leben.
Aber vielleicht wiedergeboren werden.
Als freie Wesen in einer freien Welt.



Donnerstag, 10. Februar 2022

BESCHWERLICH UND RESILIENZ


Bei mir ist so viel Winter,
zäh wie die Seuche.
Abenteuerliche Autofahrten.
Bei denen ich vor mich hinjammere.
Es weht so stark,
dass ich in Schneewände fahre und hoffe nicht steckenzubleiben.
Von spiegelglatten Wegen möchte ich gar nicht erzählen.
Bis jetzt ist alles gut gegangen.
Und das wird es weiterhin.
Aber diesen Zusatz von Beschwerlichkeiten zur Seuche hätte es nicht gebraucht.
Nächtens träume ich vom Roller fahren.
Das ist sehr gut. Das macht Hoffnung.
Der Spaßfaktor am Leben liegt auf einer Skala von 1 bis 10 bei 3.
Da kann es wirklich nur mehr bergauf gehen.
Ein Freund sprach von Resilienz und das Heutige sei die Vorbereitung auf
Zukünftiges, auf das, was vor uns liegt.
Wenn wir dann sagen werden: 
"Kannst du dich erinnern, wie gut die Zeit der Pandemie war?"
Das Wort Resilienz kann ich nimmer hören.
Ich will ein Leben, wo keinerlei Resilienz nötig ist.


 

Mittwoch, 9. Februar 2022

SMARTPHONE


 Scheherazade im Zeitensprung.





Dienstag, 8. Februar 2022

ALLTÄGLICHES UND STORCHENLEBEN



Am Bach entlang gewandert.
Biber interessieren mich nach wie vor.
Ihre Spuren führen vom Wasser zum Waldrand.
Unvorstellbar, wie sie durch die kalte Zeit kommen.
Keine Rehe sind beim Haus zu sehen.
Ein Luchs ist in der Gegend.
Den Hafer aus der Futterstelle werfe ich den Vögeln hin.
Die es mit reichlichem Erscheinen danken.
Gleichmaß der Kälte und Schlechtwettrigkeit.
............

DEW 4X120
Das Liebesleben einer Storchendame

06.02.2022 Gerome mit neuer Partnerin

Nach einer kurzen Liaison mit der Mailacher Störchin konnte man im Januar 2022 regelmäßig eine beringte fremde Störchin neben Gerome auf dem Alten Rathaus sehen. Die Ringkennzeichnung dieser Störchin war wegen starker Verschmutzung schwer zu erkennen. Eine Bildkontrolle mit dem optischen Zoom der Storchenkamera brachte am 12.01.2022 um 23:30 Licht ins Dunkle und ermöglichte es zwei Webseitenbesucherinnen die Ringkennzeichnung von Geromes neuer Partnerin abzulesen.

Es ist die Störchin, die am 14.06.2006 von Richard Mohr aus Oberursel im östlich von Bad Nauheim gelegenen hessischen Naturschutzgebiet Bingenheimer Ried in der Wetterau mit dem Ring der Vogelwarte Helgoland „DEW 4X120“ als Nestling beringt wurde.

Zwei Jahre nach der Beringung wurde die Störchin am 25.05.2008 in den Buttenwiesen nahe Lauterbach in Schwaben südlich von Donauwörth gesichtet. Die Störchin wurde danach noch einige Tage im Umfeld von Lauterbach gesehen.

Ein Jahr später wurde sie dann am 04.04.2009 in Bad Windsheim in Mittelfranken als Brutstorch abgelesen. Dort blieb sie nur ein Jahr und hat im Folgejahr zusammen mit DER A5834 in Gremsdorf nahe Höchstadt gebrütet. Am 10.09.2010 wurde sie im mittelfränkischen Lenkersheim gesehen.

Im Jahr 2013 hat die Störchin wieder mit A5834 in Gremsdorf gebrütet. Drei Jahre später ist sie dann im Jahr 2016 mit ihrem Brutpartner A5834 nach Höchstadt auf die Alte Mälzerei gezogen, wo wir eine neue Nistunterlage errichtet hatten. Dort brüteten sie bis 2019.

Kurz vor dem Ausfliegen der 3 Jungstörche ist A5834 am 19.06.2019 mit einem großen Bündel Heu im Schnabel von der Futtersuche zurückgekommen. Das Heu wollte der Storch im Bruthorst verbauen, wozu er leider nicht mehr gekommem ist. Das Heubündel hatte seine Sicht beim Flug so stark behindert, dass er in der Steinwegstraße 2 in unmittelbarer Horstnähe gegen einen Hausfirst geflogen und dann tödlich abgestürzt ist.

Der Storchenhorst auf der Alten Mälzerei konnte zum Unfallzeitpunkt nicht mehr von der Feuerwehrdrehleiter angefahren werden, da man mit Panikstarts bei den Jungstörchen rechnen musste, die bei noch nicht voll flugfähigen Jungstörchen bei deren Landungen zu schweren Verletzungen führen können.

Da wir das Ausfliegen der drei Jungstörche täglich erwarteten und die Futtermenge zu diesem Zeitpunkt erfahrungsgemäß von den Brutstörchen reduziert wird, konnte die Störchin DEW 4X120 es allein schaffen ihre drei Jungstörche bis zum Ausfliegen mit Futter und Wasser zu versorgen.

Im Folgejahr (2020) hat die Störchin dann auf dem Höchstadter Schloß mit einem unberingten Partner erfolgreich gebrütet. Am 18.02.2021 hat sie sich dann wieder auf der Alten Mälzerei umgesehen und im Januar 2022 offensichtlich Gerome „den Kopf verdreht“.

Wir hoffen, dass sich diese Beziehung in der Brutsaison 2022 festigen und auch in den Folgejahren anhalten wird.



 

Montag, 7. Februar 2022

GLÜCK


Haha.
Ich glaube, da habe ich mich ein wenig vertan.
Ein wenig zu viel bestellt.
Fortune Cookies.
Ich liebe Glückskekse.
Es steht immer etwas Positives darin.
Jetzt liegen 250 glückliche Tage vor mir.
Die so beginnen:
"Sie werden immer Glück in persönlichen Dingen haben."
Ja. Stimmt natürlich.
Die Chinesen sind kluge Leute.
Sie versuchen die Fortuna günstig zu beeinflussen.
Jetzt habe ich einen  Adventkalender für ein ganzes Jahr.




 

Sonntag, 6. Februar 2022

HALTBAR


 Weil die Zeiten unsicher sind
und unabsehbar ist, was morgen möglicherweise passieren könnte,
habe ich jetzt immer mehr Lebensmittel daheim.
Manchmal verliere ich auch nach dem Einkauf das Interesse daran
(ja, ich weiß, ganz böse)
und sie bleiben liegen.
Immer öfter stelle ich fest, dass das Mehrere viel länger als früher hält.
Creme Fraiche kann man noch einige Monate, nachdem das  Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist,
verwenden.
Brot wird nimmer schimmlig. 
Getreide hat durch Saatgutveränderung zehnmal so viele Gluten, wie früher. 
Deswegen nehmen die Unverträglichkeiten zu.
Obst und Gemüse bleiben unverändert frisch.
Paradeiser, Radieschen, Erdbeeren, Heidelbeeren können tagelang im Kühlschrank gammeln,
ohne dass man es ihnen ansieht.
Lauter veränderte Züchtungen.
Man hat ihnen das Endlichkeitsgen weggenommen.
Obst und Gemüse ohne Todessehnsucht.
Vielleicht kann man das auf den Menschen anwenden.
Zukünftige Züchtungen ohne Verfall.


Samstag, 5. Februar 2022

JAHRESZEITEN


 Beim Fotosichten habe ich dieses Gedicht von Sepp Mall gefunden.
 Steht auf einer Tafel im Zentrum von Meran.
Winter als Zustand festgefrorener Zungen.
Ja. So ist auch Waldviertel.
Nicht nur Südtirol.





Freitag, 4. Februar 2022

ICH HABE FERTIG



Alle, alle Bilder durchgesehen.
In den letzten beiden Jahren, da war nix.
Nur Bäume und Teiche und Blumen.
Besteht Leben nur aus dem, was man macht?
Und wenn man nix macht, lebt man da nicht?
Schaut fast so aus.
Sozusagen kein Erleben seit Seuchenbeginn.
Sehr seltsam. 
Ich denke, das muss sich ändern.


Donnerstag, 3. Februar 2022

SCHNEE




 Bei mir hat es geschneit. 
Richtig viel.
Wächten türmen sich, denn Sturm war dabei.
Schneewächten auch am Dach.
Aber so schlimm, dass die Feuerwehr zum Schaufeln kommen muss, wird es heuer wohl nimmer werden.
Mein Innenhof ist halb zugeschüttet.
Der Wirbelwind dreht das Weiß über die Dächer herein.
Einen Pfad habe ich geschaufelt.
Meine liebste Schneeschaufel gibt auf.
Sie zerbricht.
Sie ist aus Plastik und bedeutend besser als die aus Metall.
Weil der Schnee nicht kleben bleibt.
In diesen Tagen schaue ich, welche Katzen zu haben sind.
Wenn ich anfange die Vor- und Nachteile zu überlegen,
ist das mir gefallende Tier glücklicherweise aus dem Netz verschwunden.
Ich kann doch mein Leben nicht wieder an ein Tier hängen.
So umständlich ist die Betreuung hier für mich.
Vielleicht kommt wieder eine Zeit in der ich mich frei bewegen kann
und dann kann ich Katzen unterwegs streicheln.



Mittwoch, 2. Februar 2022

GRENZEN


 Vor Jahren entstand das Foto an der Grenze zu Tschechien.
Die ehemals verschwundenen Grenzen sind alle wieder da.
Und neue dazu.
Wir haben jetzt Körpergrenzen. Masken. Die Atemluft will nicht geteilt werden.
 Klüfte in der Gesellschaft. 
Sogar Bezirke grenzen sich mit Maßnahmen voneinander ab.
Wenn wir ein Geschäft oder ein Lokal betreten wollen, brauchen wir Pässe.
Länderübergreifend geht gar nichts mehr.
Aus der Traum vom grenzenlos vereinten Europa.
Abgeschottet, vereinzelt sind wir, wie schon lange nicht.


Dienstag, 1. Februar 2022

ZUFÄLLIGE BILDER











28000 Fotos durchgesehen.
Seit 2008.
Seit ich das Blog schreibe.
Vorher habe ich nicht fotografiert.
Einige gelöscht.
Jahre zwischendurch fehlen.
Da ist der alte Computer gestorben.
Ich mache  nie Backups.
Vielleicht sind sie auf der externen Festplatte.
Möglicherweise habe ich noch irgendwann Lust und schaue dort.
Die Auswahl hier ist sehr zufällig.
Rückschau halten ist voller Gefühle.
Es gibt viele, viele Fotos von Gegend, von Bäumen, von Teichen, von Blumen.
Bräuchte ich nie mehr aufzunehmen.
Schaut alles immer ähnlich aus.
Alte Bilder sichten ist wie Tagebuch lesen.
Herausfordernd.
Die Frage, die sich stellt:
Waren alle Abzweigungen der letzten Jahre korrekt?
Oder wäre bei einer Weggabelung die linke Richtung günstiger gewesen?









 

Montag, 31. Januar 2022

EKELHAFT


 Diese Seuche hat als unerwünschte Nebenwirkung das Fallen natürlicher Hemmschwellen gebracht.
Kaum drehe ich den Fernseher auf,
zeigt man mir Impfspritzen und deren Verabreichung.
Ich kann medizinische Handlungen nicht ohne Ekel sehen.
Möglicherweise bohrt man auch Probanden in der Nase oder im Rachen mit ellenlangen
Stäbchen herum.
Dauernd. Seit Monaten.
Eine Steigerung dieser unappetitlichen Dienstleistungen kann ich am Computer sehen.
Dort wirbt man bildschirmgroß für irgendeinen Ohrenschmalzentferner.
Ein großes Ohr mit richtig viel gelbem grauslichen Inhalt wird sauber geputzt.
Kann man bitte damit aufhören.
Demnächst werden vielleicht Darmspiegelungen oder Wurzelbehandlungen im
Fernsehabendprogramm vorgeführt.
Eine gewisse Körperschambarriere darf bleiben.
Finde ich.
Möchte ich mir wünschen.


Sonntag, 30. Januar 2022

EINE WIRKLICHKEIT


Jeder Mensch hat seine eigene Wirklichkeit.
Lebt in einer Blase, die in manchen Bereichen mit anderen geteilt wird.
Jetzt befinden wir uns in einer Seuchenzeit.
Unser Sein wird von Politik und Experten bestimmt.
Virologen, Statistiker, Mathematiker, Infektiologen, Simulationsforscher, Ärzte, etc.
beraten über sinnvolle Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung.
Wissenschaftler.
Wenn ich ihre von Angst verzerrten Gesichter im Fernsehen sehe,
dann weiß ich, dass sie irgendwann die Köpfe in eine Kiste gesteckt haben
und außerhalb ihrer Welt nichts mehr wahrnehmen.
Da gibt es für den Virologen nur mehr die Virenkiste.
So sehr eingeschränkt hat sich Wissenschaft in ihrer Detailsuche,
dass eine ganzheitliche Sicht abhanden gekommen ist.
Eine ganzheitliche Sicht auf Menschen und Welt.
Es wird immer tiefer in den jeweiligen Spezialbereich hineingeforscht,
was zu beachtlichen Ergebnissen führt,
wo aber das große Ganze auf der Strecke bleibt.
Wissenschaft kann immer nur eine Momentaufnahme vom jetzigen Erkenntnisstand sein.
Diese fachliche Betrachtungsweise kommt mir manchmal wie der Blick auf eine Welt als Scheibe vor.
Schon Sokrates meinte: "Ich weiß, dass ich nichts weiß."
Vor einigen Jahren habe ich meinem Krebsoperateur ein 300 Jahre altes Medizinbuch geschenkt.
Wenn man den Wissensstand von damals vergleicht, dann sind die Fortschritte, die in dieser Zeitspanne gemacht wurden, grandios.
Man sollte bedenken, dass das heutige Wissen in kürzester Zeit überholt sein wird.
 Vielleicht kann man als Experte ab und an den Kopf aus der Spezialkiste nehmen.
Denn alles Wissen ist relativ.
Die Welt und der Mensch sind eins.
Und jeder einzelne Mensch muss für sich die eigene Wahrheit/Wirklichkeit finden.



 

Samstag, 29. Januar 2022

BEMÜHT


Diese zerfransten Stiefmütterchen habe ich vor einigen Tagen im Stift Zwettl fotografiert.
Sie sind sehr bemüht.
Trotz Kälte und Schneefall zwischendurch.
Wir sind in diesen Jahren auch bemüht.
Trotz Gründen.
Ich bin immer noch beim Fotosichten am Computer.
Das lässt mich kopfschüttelnd zurück.
Was in den letzten 10 Jahren für mich alles auf der Strecke geblieben ist!
Menschen, Tiere, Dinge, Vergnügungen.
Und doch bin ich weiterhin bemüht.
Zerfranst und ramponiert.



 

Freitag, 28. Januar 2022

EIN TAG


 Wenn über der anhaltend dicken Nebeldecke eine Strahlesonne ist,
wenn unsere Landesverteidigung unsichtbar aber nicht zu überhören in diesem hellen Licht ihre Manöver fliegt,
wenn ich zu lange mit feuchten Socken gesessen bin,
wenn es mich innen und außen friert,
wenn ich angefangen habe einen Teil der 28000 Fotos am Computer zu löschen
(Bilder von Vater und Katzen gehen immer noch nicht schmerzfrei),
dann ist das ein Tag, den ich eigentlich nur auf der Ofenbank am Kachelofen beenden kann.
Grau.




Donnerstag, 27. Januar 2022

ERINNERUNG


Jedes Mal, wenn ich den Bettüberwurf betrachte,
muss ich an den alten Mann im Bazaar von Istanbul denken,
der mir das Stück verkaufte.
Er war mit dem Geschäft nicht zufrieden.
Anscheinend habe ich zu viel gehandelt.
Er meinte: "Auf die paar Lira kann es Ihnen doch nicht ankommen?"
Doch ich blieb hart.
Deswegen ist mir die Geschichte in Erinnerung geblieben.
Ein Stand voll schönster, gewebter Textilien.
Ein alter Mann.
Ich mag das Stück sehr.
Am nächsten Tag habe ich die Koje nochmals gesucht,
aber im weitläufigen Areal nimmer gefunden.
Gerne hätte ich mehr gekauft.
Der Transport wäre herausfordernd geworden.
Souvenirs erwerbe ich fast nie.
Aber diese Textilie hat sich gelohnt.
Dafür hätte ich auch mehr bezahlen können.
Ich weiß nicht, warum ich zu dem alten Mann so hart war.
Ist das immer ein Machtspiel?
Und der Alte war müde.





 

Mittwoch, 26. Januar 2022

EIN LOB AUF DEN KÜHLSCHRANK



 Römische Satiren
Juvenal:

".....Wer den Reichtum bestaunt und das Beispiel einer zufriednen Armut nimmer gekannt, der mahnet die Söhne, denselben Weg auch ferner zu gehn und der nämlichen Sekte zu folgen. Anfangsgründe besitzet ein jegliches Laster: Er lehrt sie jene zuerst und zwingt sie, den Geiz erst im kleinen zu lernen; dann erst ruft er hervor unersättlichen Wunsch des Erwerbens. 
Mit der zu kleinen Ration kasteit er die Magen der Sklaven, und er hungert auch selbst; denn niemals wagt er es, alle schimmligen Stücke des Brots, schon bläulich gefärbt, zu verzehren,
er, der gewohnt ist, Gehacktes vom Vortag selbst Mitte September aufzubewahren
und fest zu verschließen für Zeiten des nächsten Mahles das Sommergemüs mit 'nem Stückchen von einer Makrele
oder vom Hering ein Stück, das schon stinkt und von Fäulnis ergriffen,
und -gut gezählt - die Stengel des Schnittlauchs verschlossen zu halten:
Lad von der Brücke zu Gast einen Bettler - er wird es verschmähen.
Aber wozu all das Geld, durch soviel Qualen erworben, da ja der Wahnsinn klar und die Tollheit offen zutag liegt,
wenn du als Habenichts lebst, um einst als Reicher zu sterben?...."


Zufällig ziemlich leer. Wenn man bedenkt, dass ich durch Umstände gezwungen wäre,
eine Zeitlang daheim auszuharren!
Und gar nix schimmlig

Dienstag, 25. Januar 2022

STEINPYRAMIDE




Nach langem wiedermal bei der Steinpyramide.
Deren Ursprung weiterhin im Dunkeln liegt.
Ihr Zustand ist beklagenswert.
Obwohl sie eingezäunt ist,
klettern  Menschen auf ihr herum
und bald wird nur mehr ein Steinhaufen übrig sein.
Die für mich einleuchtendste Erklärung der Entstehung ist,
dass der Steinbau im 18. Jahrhundert in der Sichtachse von Schloss Rosenau errichtet wurde,
das eine Freimaurerloge beherbergte.
Heute ist im Schloss ein sehenswertes Freimaurermuseum.
Die  Pyramide spricht nicht zu mir.
Ich mochte den Platz noch nie besonders.
Habe keine Sensoren für die Erdstrahlung dort.
Mir erscheint der Platz düster.
Aber der Weg dorthin war schön.
Hoher stiller Wald.



 

Montag, 24. Januar 2022

ZEITUNG LESEN


 Jetzt gehe ich schon fast seit ewig nimmer ins Kaffeehaus.
Daran habe ich mich gewöhnt.
Woran ich mich nicht gewöhne: das fehlende Zeitunglesen.
Ein Abonnement kann ich nicht haben,
da die verhaltensoriginelle Briefträgerin kommt,
wie sie will,
d.h. ich kriege Exemplare von 3 Tagen auf einmal.
Das geht bei einer Tageszeitung gar nicht.
Ist dann nur mehr ein wertloser Haufen Papier.
Ein Digitalabo habe ich angedacht,
aber das macht
keine Freude.
Ich brauche das Haptische.
Brauche das Blättern, den Geruch, den Kaffee dazu ....
Es gibt Probleme, die lassen sich nicht lösen.
Man kann sie aber schönreden.
Also: ich mache im unfreiwilligen Verzicht etwas für die Umwelt.


Sonntag, 23. Januar 2022

LIEBEN WAS IST


Manchmal gelingt es mir zu lieben, was ist.
Den über Nacht frisch gefallenen Schnee.
Das Schaufeln.
Das Beschwerliche.
Dann bin ich glücklich.
Weit weg von Jammern, Stöhnen, Klagen und Ächzen.
Dann ist das Leben leicht.
Dann fühle ich mich angekommen.
Angenommen.
Angenommen vom Leben.
Wo ist das Problem?
Warum geht das nicht immer?